Pyrogene Kieselsäure (K-200) wird als Verdickungs- und Thixotropiemittel in flüssigen Systemen eingesetzt; die typische Dosierung liegt bei 0,5-3 Gew.-% der Gesamtformulierung und ergibt eine Rheologie, die unter Scherung fließt und in Ruhe wieder Struktur aufbaut.

Was ist K-200?

K-200 ist eine hochreine hydrophile amorphe pyrogene Kieselsäure mit einer spezifischen Oberfläche von etwa 200 m²/g. Oberflächen-Silanolgruppen bilden über Wasserstoffbrücken ein temporäres dreidimensionales Netzwerk, das in Ruhe die Viskosität erhöht und unter Scherung reversibel zusammenbricht (Thixotropie).

SİLİKON KİMYASALLARIHydrophilic Amorphous Fumed Silica (K-200)Hydrophile amorphe pyrogene Kieselsäure zur Rheologie- und Thixotropiesteuerung.
AnwendungTypische Dosierung (Gew.-%)Zieleffekt
Leichte Viskositätseinstellung0,5 - 1,0Leichte Verdickung
Ablauf-/Tropfkontrolle1,0 - 2,0Ausgeprägte Thixotropie
Hohe Struktur / Paste2,0 - 3,0Starke Gelstruktur
Pyrogene Kieselsäure ist ein sehr feines Pulver; beim Einwiegen Staubmaske und Absaugung verwenden. Sicherheitsdatenblatt (SDB) beachten.
Wie viel pyrogene Kieselsäure braucht man zum Verdicken eines Harzes?

Für die meisten Polyester- und Epoxidharze reichen 1-2 Gew.-% K-200 zur Ablaufkontrolle. 0,5-1 % für leichte Verdickung, 2-3 % für eine starke Gelstruktur. Im Kleinansatz bestätigen.

Wie erzeugt K-200 Thixotropie?

Das durch Wasserstoffbrücken gebildete Netzwerk erhöht die Viskosität in Ruhe und bricht unter Scherung reversibel zusammen. Dieses reversible Verhalten ist Thixotropie.

Funktioniert pyrogene Kieselsäure in wasserbasierten Systemen?

Hydrophiles K-200 kann in polaren/wasserbasierten Systemen eine geringere Verdickungseffizienz zeigen; dort kann eine höhere Dosierung oder eine hydrophobe Type nötig sein.